Eine klebrige Angelegenheit bei der "Internationalen Junior Science Olympiade"

Mit haftenden und klebenden Materialien haben sich vor kurzem zwei Schüler aus der 9b des Gymnasiums beschäftigt. Tobias Ding und Emil Hammer haben die erste Runde der 14. Internationalen Junior Science Olympiade nach Durchführung mehrerer Experimente mit meist selbst hergestellten Klebstoffen erfolgreich gemeistert. Verantwortlich für diesen jährlich stattfindenden Wettbewerb zeichnet das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN). Dieses Jahr lag der Schwerpunkt darin zu untersuchen, wie sich Gegenstände mehr oder weniger dauerhaft miteinander verbinden lassen. Dabei wurde den beiden Jungs rasch klar, dass „haften“ und „kleben“ zwei verschiedene Dinge sind. So haben sie z. B. die Haftwirkung von Wasser, Öl und Honig auf bzw. an Glas getestet – in weiterführenden Experimenten jedoch Klebstoffe unter Aufsicht ihres betreuenden Lehrers in der Schule selbst hergestellt. Sie hatten offensichtlich Spaß dabei, mittels Kernseife, Kartoffelstärke, Puderzucker, Gelatine, Gummibärchen, Milch sowie einigen Hilfsmitteln aus dem Haushalt zu experimentieren und mit den Erzeugnissen die Klebewirkung zu testen. Nach einigen Tagen Wartezeit haben sie dann zusammengeklebte Papierstreifen mit Gewichten belastet und mit Erstaunen festgestellt, dass diese teilweise mehrere Kilogramm „aushielten“ und fast nie an den Klebestellen rissen. Die Auswertung ihrer Versuchsdokumentationen sowie ihre Antworten zu chemisch-biologischen Fragestellungen ergab eine erfolgreich gute Übereinstimmung (87,5 %) mit den vom IPN erwarteten Lösungen, sodass sie zur 2. Runde der Olympiade im März zugelassen wurden. Dann wartet ein 45minütiger Test mit kniffligen Aufgaben quer durch die Biologie, Chemie und Physik auf sie. Es bleibt weiter spannend…
Text und Foto: Alexander Riehle

Suche