Inzwischen gehört es zum Jahresausklang dazu, dass die kleinen Streicher das im Jahr Erlernte und Erarbeitete im Rahmen eines Konzertabends Eltern, Verwandten, Freunden und Gästen zu Gehör bringen. Tanja Bachmann, Lehrerin für Violine an der Bruno-Frey-Musikschule, eröffnete den Abend mit „Lang, lang ist´s her“, bei dem alle mitspielten, bevor es zu den Solovorträgen überging. Dabei zeigten die Schülerinnen und Schüler ihr Können im Vortrag. Das Repertoire spannte den Bogen von Kinder- und Volksliedern bis hin zu Kompositionen der ganz Großen, so z.B. Joseph Haydn. Ein besonders charmantes Ritual war, dass sich die Akteure vor und nach ihrem Vortrag verbeugten. Stolz, Freude und das Glück zu musizieren, leuchtete dabei sichtbar aus den Augen der Solisten, gerahmt von roten Wangen, die Anstrengung und Konzentration verrieten. Auch eine Cellistin war zu hören. Leider – so Cellolehrer Alexeji Grauberger, waren die anderen durch Paralleltermine verhindert. Wohin konsequentes Üben und die Treue und Liebe zum Instrument führen kann, das zeigten auf beeindruckende Weise Paula Kuss (Violine), Charlotte Hermann (Klarinette) und Gregor Kinzel (Klavier). Die drei sind im Musikzug bei Frau Görgens (Gy) und nahmen den Abend zum Anlass, Aufführungspraxis und Routine im öffentlichen Vortrag zu bekommen. Dabei beeindruckte Paula Kuss, begleitet von Frau Roth, mit dem ersten Satz aus Mozarts Violinkonzert in G sowie einer Romanze von Antonin Dvorak. Charlotte Hermann musizierte auf beachtlichem Niveau den 1. Satz aus dem Klarinettenkonzert Nr. 9 von Michel Yost sowie Fantasiestücken des Dänen Nies Gaden. Gregor Kinzel entließ die Zuhörer nach Robert Schumanns Träumerei mit einer modernen, populären Komposition. Applaus für alle und Blumen für die Verantwortlichen, denen man nicht genug für ihren Einsatz und ihre Mühen danken kann.
Text und Bilder: Jörg Seethaler

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