Dem Brexit getrotzt – Abschlussfahrt London

Dem Brexit getrotzt – Abschlussfahrt London

Im März fuhren die beiden Abschlussklassen der Realschulen mit ihren Lehrer/innen Herr Bischof, Frau Bosser, Herr Seethaler und Herr Russ, eine Woche nach London. Am Samstag ging es um 22 Uhr voller Vorfreude auf die vielen bevorstehenden Erlebnisse los. Es folgte der anstrengendste Teil der Fahrt – die 14-stündige Busfahrt. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Reise, in der alle viele neue Eindrücke sammelten. Auf der Fahrt nach London gab es natürlich einige Zwischenstopps, eine Fahrt mit der Fähre und ein Abstecher nach Canterbury, wo die Gruppe die berühmte Canterbury Cathedral besichtigte und am Evenson, einer gesungenen Messe teilnahm. Danach folgte der aufregendste Moment des Tages: das Treffen mit den Gastfamilien. Alle waren sehr darauf gespannt, sie kennen zu lernen. Doch als der Bus auf dem verabredeten Parkplatz ankam, staunten die Schüler/innen nicht schlecht, dass sie da nicht von den Gastfamilien erwartet wurden, sondern von Frau Linke, die für 3 Tage nach London geflogen war, um einen Teil der Abschlussfahrt mit den Schüler/innen und den Kolleg/innen zu verbringen. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, trudelten auch schon bald die ersten Gasteltern ein. Die Eindrücke aus den Gastfamilien waren zumeist positiv, die Lebensumstände in englischen Familien decken sich nicht mit denen in Deutschland. Hier konnten unzählige neue Erfahrungen gesammelt werden, die viel Gesprächsstoff und unvergessliche Erlebnisse boten. Die meisten waren jedoch sehr zufrieden mit ihren Gastfamilien Am nächsten Tag begannen die Ausflüge in und um London. Unter anderem besuchte die Reisegruppe Oxford. Oxford ist eine hübsche, weltweit anerkannte Collegestadt. Bei einer Führung durch eines der Colleges und durch die Stadt konnten die Schüler/innen einen Einblick gewinnen in die beeindruckende Architektur der Stadt, ebenso wie in die beschwerlichen Hürden, die es bei der Wahl des Studienplatzes, bzw. auch beim Studium selbst, gilt zu überwinden. Außerdem verbrachten die Schüler/innen 2 Tage in der Innenstadt Londons, wo sie mit Hilfe eines Stadtspiels die Stadt auf eigene Faust erkunden konnten, sie stürzten sich bei Madame Tussaud’s ins Blitzlichtgewitter, bestaunten die Street Art im Stadtviertel Brick Lane, erlagen dem Shoppingrausch oder ließen sich einfach so durch die Stadt treiben. Am Mittwoch stand dann Natur auf dem Programm. In Beachy Head an der Südküste angekommen mussten wir feststellen, dass Nebel in England durchaus sehr dicht sein kann. In Vertrauen auf unser Reiseglück nahmen wir den Fußmarsch entlang der Klippen in Angriff und wurden nach kurzer Zeit dann auch mit dem Auflösen des Nebels belohnt. Bei sonnigem Wetter konnten wir dann die Seven Sister, die Kalkfelsen der Südküste bewundern. Mittags erkundeten wir dann Brighton, das wunderschöne Seebad an der Südküste Englands. In den „Lanes“ oder auch am Brighton Pier kamen die Schülerinnen und Schüler voll auf ihre Kosten. Nach dem Beladen des Buses am Donnerstag stand dann ein weiterer Tag London auf dem Programm. Der Tag begann mit einem Besuch am Parlament, bei dem wir die spontane Gelegenheit nutzten mit von einem „Dauauerdemonstranten“ geliehenen Plakaten gegen den Austritt Großbritanniens aus der EU zu demonstrieren. Das Highlight des Tages war aber sicherlich der Besuch in der St. Paul’s Cathedral mit einem unvergesslichen Ausblick von der Kuppel auf London. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung und mit müden Beinen und vielen Eindrücken machten wir uns dann um 18.30 Uhr Ortszeit auf den Heimweg nach Biberach. Am 22. März traf die Gruppe erschöpft aber auch gut gelaunt wieder in Rißegg ein. Einige hatten sich bestimmt schon bei Mama ihr Lieblingsgericht bestellt und freuten sich auf einen Teller Gemüse! Text U. Linke, H. Bischof Fotos H. Bischof

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