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Gymnasium J2/12

Morgens um halb acht ging es mit der Deutschen Bahn los. Trotz kurzer Umstiegszeit und einem kleinen Sprint kamen wir pünktlich um halb zwei in Trier an. Wir machten uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, die nicht weit vom Bahnhof entfernt war und bezogen dort unsere Zimmer. Anschließend führte uns Herr Hochdorfer, der sich in Trier bereits wie zuhause fühlte, durch die Stadt in Richtung Mariensäule. Nach dem steilen Aufstieg zu der Säule ging es genauso steil auch wieder die Himmelsleiter herunter. Die 604 Treppenstufen wurden trotz einiger Zwischenfälle letztendlich bezwungen. Nach kurzem Besuch bei dem Amphitheater ließen wir den ersten Abend mit einem gemeinschaftlichen Abendessen ausklingen.

Der zweite Tag unserer Klassenfahrt begann etwas entspannter – am Vormittag stand zunächst Freizeit auf dem Programm. Viele nutzten die Gelegenheit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor es gegen 10 Uhr zum ersten Programmpunkt ging: dem Karl-Marx-Haus. Das modern gestaltete Museum beeindruckte uns mit interaktiven Stationen, die das Leben und Wirken von Karl Marx anschaulich vermittelten. Besonders spannend war, wie aktuelle gesellschaftliche Themen mit seinen Ideen in Verbindung gebracht wurden.

Nach dem Mittagessen folgte ein absolutes Highlight des Tages: die interaktive Führung durch die Porta Nigra. Der Guide schlüpfte in die Rolle eines römischen Zenturios, der uns beibrachte, das Stadttor zu verteidigen, und ließ die Geschichte des Bauwerks so auf lebendige und humorvolle Weise wieder aufleben – fast so, als wären wir selbst Teil der Römerzeit gewesen.

Nach diesem besonderen Erlebnis führte unser Weg weiter nach Luxemburg. Dort erkundeten wir ausgehend vom Europa-viertel die Bock-Kasematten, besuchten den Großherzoglichen Palast und genossen abschließend den atemberaubenden Blick aus dem Panoramaaufzug über die Stadt.

Am Abend kehrten wir müde, aber voller Eindrücke nach Trier zurück. Im Gemeinschaftsraum ließen wir den Tag in entspannter Runde ausklingen

Nach einem guten Frühstück machten wir uns pünktlich mit Bus und Bahn auf in Richtung Traben-Trarbach, einem berühmten Wein-Dorf.  Dort angekommen starteten wir zu unserer Moselwanderung über den Moselsteig.

Die erste Etappe war eine alte Burgruine, die wir über gemeißelte Steintreppen erreicht haben.

Weiter ging es über einen schmalen Weg, teils aus nachgebauten Eisenbrücken, teils aus Steinen. Oben angekommen konnte man durch die Bäume einen Blick auf die Mosel ergattern.

Nach weiteren vier Kilometern auf dem „Grat“ des Hunsrücks und einem Abstieg durch die Weinberge kamen wir in einem Nachbarort an, wo wir uns von den Moseltrauben und deren Saft selbst überzeugen konnten.

Nach dieser anstrengenden Wanderung und der aufheiternden Saft-Degustation machten wir uns auf den Weg zur Mosel-Therme. Dort konnten wir uns nach den vielen Kilometern auf dem Moselsteig ausgiebig erholen. Passend zu unserem Fach fühlte sich der Besuch beinahe ein wenig „römisch“ an – schließlich wussten schon die alten Römer die wohltuende Wirkung der Thermen zu schätzen. Während einige von uns im warmen Außenbecken entspannten und die Aussicht auf die in Nebelschwaden gehüllten Weinberge genossen, ließen andere im Innenbereich die Wanderung gemütlich ausklingen. Nachdem wir uns ausreichend erholt hatten, traten wir später wieder mit Bus und Bahn die Rückfahrt zum Stift an. Dort ließen wir den Abend in geselliger Runde ausklingen und blickten gemeinsam auf einen erlebnisreichen Tag zurück, der Bewegung, Geschichte und Entspannung auf besondere Weise vereinte.

Den letzten vollständigen Tag in der ältesten Stadt Deutschlands begannen wir in der sogenannten Konstantinbasilika. Ein irreführender Name, da es sich überhaupt nicht um eine Basilika handelte. Kaiser Konstantin ließ das Gebäude als Thronsaal errichten und später wurde ein barocker Palast direkt daran angebaut. Heute ist die Konstantinbasilika eine evangelische Kirche und UNESCO-Weltkulturerbe. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu den Kaiserthermen, wo wir eine Führung bekamen. Wir erfuhren vieles über die Badegebräuche der Römer und waren überrascht zu hören, dass die relativ gut erhaltenen Mauern der Kaiserthermen nie als solche in Betrieb genommen wurden. Die Führung führte nun zu den Barbarathermen, die aktuell von Archäologen freigelegt werden. Zum Abschluss der Führung gingen wir noch zur Römerbrücke, die, wie der Name schon vermuten lässt, von den Römern gebaut wurde, und auch heute noch den Straßenverkehr trägt. Nach einer etwas längeren Mittagspause mit einem Mittagessen in unserer Unterkunft machten wir uns auf den Weg zum Rheinischen Landesmuseum, in dem es eine Ausstellung zu Marc Aurel gab. Mit Audioguides ausgestattet ging jeder von uns durch die Ausstellung, wo wir viel Spannendes zum Leben des Philosophenkaisers erfuhren. Am letzten Abend war es dann endlich Zeit für das lang ersehnte römische Abendessen. Jeder nahm eine römische Vor-, Haupt- oder Nachspeise zu sich und anschließend ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen.

 

Am Freitag ging es wiederum mit dem Frühstück los, bei dem alle noch recht müde waren vom Abend davor. Nach dem Frühstück mussten wir unsere Zimmer aufräumen und unser Gepäck packen. Danach sind wir gemeinsam zum Trierer Dom gegangen. Der Dom war sehr groß und recht beeindruckend. Dort nahmen wir zunächst an einem Gottesdienst teil, danach durften wir den Dom nochmals in kleinen Gruppen genauer anschauen. Daraufhin war noch etwas Zeit, um in die Stadt zu gehen oder den Dom noch länger zu betrachten. Anschließend gingen wir wieder zurück zu unserer Unterkunft, dem Gästehaus Josefsstift, um unsere Koffer und anderes Gepäck zu holen und zum Bahnhof zu gehen. In Mannheim hätten wir eine Stunde Zeit zum Umsteigen gehabt, jedoch ist der eigentliche Zug nach Ulm ausgefallen, weshalb wir einen anderen Zug nehmen mussten. Nach einem Umstieg in Ulm kamen wir wieder in Biberach an und nach einem kurzem Abschlussgebet war unsere Trier-Exkursion vorbei.


Text:  Willy Gaiser, Johanna Kasulke, Magnus Münst, Louis-Leopold Schilling, Tarja Weißenbach
Foto: Latein-Kurs

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