Betritt man ab Mittwochvormittag bis Donnerstagnachmittag vor dem alljährlich stattfindenden Adventsmarkt das Untergeschoß des Altbaus fühlt man sich in einen Bienenstock katapultiert. Emsiges, geschäftiges Treiben überall. Die eine Mama flitzt zum hintersten Tisch, um eine schief sitzende Schleife nochmal auszurichten. Die andere Mama überprüft den Halt der Kugeln auf dem Kranz. Obwohl schon viele Kränze in der Aula hergerichtet wurden, werden minütlich noch weitere herbeigeschleppt. Immer wieder hört man nervöses Tuscheln: „Reichen die Kränze dieses Jahr?“, „Werden wir wieder so überrannt?“, „Wann sind wir dieses Jahr wohl ausverkauft?“, „Welche Farbe läuft wohl am besten? Das traditionelle Rot oder doch eher etwas modernere Farben?“
Die „Alte Aula“ füllt sich dann ab Freitagnachmittag zusehends wieder mit Leben. Die in liebevoller Detailarbeit von Eltern hergestellten Adventskränze und -gestecke werden nach Farben sortiert auf den Tischen bereitgestellt. Rund 240 Helferinnen und Helfer – nicht nur Mamas, sondern auch Papas – haben in knapp eineinhalb Tagen unermüdlich daran gearbeitet, über 240 Kränze und Gestecke fertigzustellen.
Am Freitagabend kehrt dann langsam Ruhe ein und eine besinnliche Stimmung macht sich in der „Alten Aula“ breit. Alles ist gerichtet für den großen Tag, an dem es um 13:00 Uhr wieder heißt: 3, 2, 1 – Türen auf! Zahlreiche Besucher strömen dann in die Aula, um einen der beliebten Kränze zu ergattern.
Text & Fotos: Kerstin Dewald, Markus Hinderhofer