Wie jedes Jahr machten sich die Klassen 6a und 6b des Gymnasiums nacheinander auf den Weg ins Jugendhaus St. Norbert in Rot an der Rot, um jeweils dort die Besinnungstage im Kloster zu verbringen. Ziel der Tage war es, die Klassengemeinschaft zu stärken und an Unterrichtsthemen in einer ganz anderen Atmosphäre weiterzuarbeiten. Die Besinnungstage ermöglichten neben der „Wir-Stärkung“ außerdem den Raum, um z.B. beim Abend- und Morgenimpuls das eigene „Ich“ zu stärken und den Alltag mal ganz anders zu erleben.
Direkt nach der Ankunft am Morgen ging es los. Das Kloster ist ein echtes Abenteuerland – total verwinkelt und mit unzähligen Treppen. Aber wir waren nicht zum Treppensteigen hier, sondern für das „Wir-Gefühl“. Bei erlebnispädagogischen Kooperationsübungen mussten die Schüler zeigen, was in ihnen steckt und gemeinsam als Gruppe diese Herausforderungen lösen.
Die besondere Atmosphäre des Klosters bot den perfekten Rahmen, um Themen aus dem Unterricht zu vertiefen. Statt im Klassenzimmer wurde hier in intensiver Gruppenarbeit an weihnachtlichen Inhalten gefeilt:
- Wie feiern Kinder in anderen Ländern Weihnachten?
- Welche Lichterfeste gibt es in anderen Weltreligionen?
- Was sind die historischen Hintergründe der Weihnachtsgeschichte?
Es wurde recherchiert, diskutiert und kreativ gestaltet. Am nächsten Tag folgten die Präsentationen: Mit viel Liebe vorbereitete Plakate und Rollenspiele zum Krippenspiel haben uns Lehrkräfte wirklich beeindruckt.
Natürlich kam auch das soziale Miteinander nicht zu kurz. Bei einem von den Schülern gestalteter „Bunter Abend“ gab es bei unterschiedlichen Spielen viel zu lachen.
Ein Highlight für die Klasse 6b war definitiv das Spiel „Sardine“. Da sie das Gebäude während ihres Aufenthalts ganz für sich allein bewohnten, wurde das verwinkelte Kloster zur riesigen Versteck-Zone. Für die 6a war eines der Highlights sicherlich die Modenschau in Tierkostümen. Hier wurde ein großer Raum zum „Catwalk“ mit Jury. Außerdem wird die Klasse 6b dank des Krippenspiels wohl nie wieder die christliche Bedeutung des Einhorns vergessen. Und die Klasse 6a wird sich wahrscheinlich immer wieder einmal daran erinnern, was der Pinguin mit mir selbst und meinen Stärken zu tun hat.
Wir Lehrer blicken auf zwei gelungene Tage zurück. Es ist schön zu sehen, wie viel Freude entsteht, wenn Schule einmal an einem so besonderen Ort stattfindet. Ein besonderer Dank geht auch an Frau Herb-Kuss und Herrn Thanner für die Begleitung der Klassen und an das Katholischen Schulwerk Biberach e.V. sowie das Bischöflichen Jugendamt in Wernau, die die Durchführung der Besinnungstage finanziell unterstützen!
Text: Ramona Hermanutz, Malin Hunke
Fotos: Tobias Thanner, Ramona Hermanutz, Malin Hunke