Nachrichten und Berichte , 12.01.2017

Fünftklässler durchstöbern Asterix-Hefte auf lateinische Sprüche

Im Rahmen des Angebotsnachmittags haben  36 der insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen am Gymnasium am BSBZ die Asterix-Hefte in der Schüler-Mediathek auf lateinische Zitate durchstöbert. Dabei sind nicht wenige auch ins vertiefte Schmökern gekommen und haben dann eben die lateinischen Sinnsprüche völlig vergessen. Der Angebotsnachmittag in der fünften Klasse am Gymnasium bedeutet, dass diejenigen, die nach einer Eingewöhnung bis zu den Herbstferien am dritten Nachmittag daheim bleiben wollen, dies tun können. Die anderen erleben an den Donnerstagnachmittagen neben der Möglichkeit, Hausaufgaben und Unterrichtsvorbereitung zu absolvieren, allerlei Spannendes, Sportliches, Spielerisches, Interessantes und manches, das man unbedingt können sollte und doch nicht immer lernt. All diese Aktivitäten haben allerdings keine Auswirkungen auf die Zeugnisse. Am Angebotsnachmittag gibt es eben vieles, das nicht im Bildungsplan steht und doch ganz wichtig sein kann. So lernen die Schüler an diesem Nachmittag jonglieren oder auf zwei Fingern zu pfeifen. An anderen Nachmittagen wird Schach, Mühle oder demnächst auch Skat gespielt. Wenn es die Schneelage erlaubt, soll auch eine „kultivierte Schneeballschlacht“, also ohne Verletzungsgefahr, möglich sein. Die für den Nachmittag verantwortlichen Kollegen sind der festen Überzeugung, dass auch junge Leute mal die Cartwrights auf der Ponderosa aus der Serie „Bonanza“ kennen oder mit dem „Daktari“ allerlei spannende Abenteuer im Dschungel bewältigen sollten. Bei einem „Aufmerksamkeitstest“ lernen sie, dass Wolfgang Amadeus Mozart 200 Jahre älter und Barack Obama fünf Jahre jünger als der Schulleiter des Gymnasiums ist oder dass ein erwachsener Mensch 206 Knochen hat, selbst wenn es in manchen Quellen auch leicht unterschiedliche Angaben hierzu gibt. Und, ja die Zapfen der Tanne stehen aufrecht, die der Fichte hängen… Ganz aktuell galt es nun, lateinische Sprüche aus den Asterix-Heften zu suchen, die zu passender oder auch unpassender Gelegenheit immer klug und intelligent klingen. Dann kann kein Schüler und keine Schülerin am Donnerstagnachmittag auf die Frage der Eltern, wie denn der Tag war, lapidar sagen: „Diem perdidi“, weil dieser „Tag“ dann ganz bestimmt nicht „vertan“ war (vgl. Asterix und der Arvernerschild, Seite 5). Aber manchmal gilt auch an diesen Nachmittagen: „Quod capita tot sensus“ (Asterix im Morgenland, Seite 16), wenn es darum geht, ein gemeinsames Programm festzulegen.
Text und Fotos: Günter Brutscher