Nachrichten und Berichte , 21.10.2017

Eine vom Geist der Nächstenliebe geprägte Pädagogik - Einsetzungsfeier am BSBZ

Die Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder und eine Pädagogik, die vom Geist der Nächstenliebe geprägt ist, hat Alexandra Gaiser, die neue Rektorin i. K. an der Grund- und Werkrealschule am Bischof-Sproll-Bildungszentrum, am Freitag, 6. Oktober 2017, als die Leitlinien ihrer Aufgabe am BSBZ genannt. Bei der Einsetzung der Nachfolgerin von Robert Stützle, der 13 Jahre lang die Schule leitete, wurde zugleich auch Matthias Benz als Realschulkonrektor i. K. und damit Nachfolger von Titus Fritsche eingesetzt. Matthias Benz möchte seinen Teil dazu beitragen, dass die Schule „jeden Tag nachhaltiges und erfolgreiches Lernen ermöglicht, die Schüler ihre Neugierde nie verlieren und Freude am Lernen haben. Dabei sollte das Schulklima von Ermutigung und Stärkung und individueller Zuwendung geprägt sein“. Seinen Part sieht der mittlerweile 57-Jährige als Co-Trainer einer Kollegiums-Mannschaft, „die miteinander engagiert und ideenreich das gleiche Ziel, eine erfolgreiche Schule anstrebt, wo jeder für den anderen in die Bresche springt, die mit individueller Klasse immer wieder neue Spielzüge ausprobiert und das bei einem Schulleiter, der als Trainer alle Positionen den jeweiligen Fähigkeiten der Kollegen punktgenau besetzt, die Taktik vorgibt und jedem immer wieder das Gefühlt gibt, der Wichtigste in der Mannschaft zu sein.“ Benz selbst, der Sport und Mathematik studiert hat, will als Co-Trainer dafür sorgen, „dass die einzelnen Spieler gut vorbereitet jeden Tag auf ihren Einsatz brennen.“ Den Cheftrainer wolle er dabei „in Taktikfragen stets gut beraten und diesen unterstützen“, so Benz weiter. Noch bevor die beiden „Neuen“ ihre Ansprachen hielten, gelang es dem Viertklässler Mike Borchert mit einer humorvollen und rhetorisch geradezu brillant vorgetragenen Eröffnung die zahlreichen Besucher der Einsetzungsfeier zu begeistern. Nach ihm begrüßten Markus Holzschuh und Günter Brutscher, den beiden Schulleitern der Realschule und des Gymnasiums, die neue Kollegin mit Erwartungen und Angeboten, die so gewiss zu einem gelingenden Miteinander des Schulleitungsteams führen. Die offizielle Einsetzung nahm Stiftungsdirektor Harald Häupler vor, der die zahllosen Anforderungen, die an Schulleiterinnen und Schulleiter und deren Stellvertreter von Seiten des Kultusministeriums gestellt werden, nannte und trotz und gerade wegen dieser Anforderungen, die beide selbstverständlich über die Maßen hinaus erfüllen, begrüßte und in ihr Amt und ihre Aufgaben per Urkunde einsetzte. Mit Geschenken angereicherte Grußworte sprachen Elfriede Merkel, Vorstand der Bischof-Sproll-Schulstiftung und Susanne Mühlbayer-Grundler, die Vorsitzende des Katholischen Schulwerks Biberach e. V. Von Seiten des Staatlichen Schulamts stellte Andreas Lachmair eine gute Kooperation mit dem Schulamt in Aussicht. Robert Barthold, der Geschäftsführende Schulleiter der Biberacher Schulen, überreichte ein humorvolles Büchlein mit Schüler-Weisheiten, die auch im zuweilen stressigen Alltag immer wieder zu einem Schmunzeln führen sollten. Wer hätte schon gedacht, dass die drei wohl wichtigsten Nadelbäume Tanne, Fichte und Oberkiefer sind… Bevor die Gäste noch zu einem Stehempfang eingeladen wurden, ging Alexandra Gaiser auch darauf ein, wie sie selbst Leitung versteht. Dabei betonte sie, dass sie Schulleiterin sein wolle, weil sie Freude daran habe, „etwas zu strukturieren, Lebenswelten zu gestalten, Träume zu wagen, für eine Sache zu brennen, Neues auszuprobieren, zu gestalten und zu entwickeln“. Dabei versicherte sie, dass sie selbstverständlich ihr Tun kritisch überdenken wollte, dass Leitung nur dann gelingen könne, wenn sie von anderen unterstützt werde, die ihre Qualitäten und Kompetenzen einbringen. So verstehe sie Führung „im systemischen Sinne, nicht im hierarchischen“ und wolle immer „andere auch zum Brennen bringen“. In Bezug auf die ihr und dem Kollegium anvertrauten Schülerinnen und Schüler zitierte Gaiser Maria Montessoris Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ und die Leitlinie des von ihr sehr geschätzten Marchtaler Plans, die da lautet: „Das Kind in der Mitte“. Damit vertritt sie eine Vorstellung von Pädagogik, die der des ebenfalls, wenigstens in seinem Amte Neuen, Matthias Benz, sehr nahe kommt. „Ich habe Vertrauen in die mir anvertrauten Kinder, vor allem will ich als Pädagogin das Zutrauen der Kinder in sich selbst stärken, sie sollen sich einschätzen können, den Horizont erweitern, sich öffnen, neugierig bleiben und zum Lernen angespornt werden“, so die Schulleiterin und Mutter dreier Kinder weiter. Dabei ist ihr die Vermittlung christlicher Werte ein zentrales Anliegen und „ja und immer wieder: Vertrauen, Güte, dieser Glaube an das Gute der uns anvertrauten Kinder, der Kolleginnen und Kollegen, der Mitarbeiter, der Elternschaft, der Vorgesetzten und Gottes“, so die 48-Jährige ehemalige Leiterin der Grundschule Oggelshausen und jetzige Schulleiterin am BSBZ abschließend. Mehrere Chöre, wie der Chor der Klassen 2a und 2b, ein Lehrerchor und Sängerinnen und Sänger der Realschulklasse 10 machten mit ihren Ukulelen und dem Doris-Day-Song „Que sera“ die Feier zu einer echten 100-minütigen Feierstunde, die beim Genuss des reichhaltigen und anspruchsvollen Buffets, das von der hauseigenen Küche unter Leitung von Küchenchef Edgar Engst bereitet wurde, noch geraume Zeit bei Gesprächen mit den und Glückwünschen an die Neuen ausklang. Text: Günter Brutscher, Fotos: Markus Hinderhofer