Nachrichten und Berichte , 04.12.2017

Ausbau schöner Plätze und Weiterentwicklung des Biberach Austauschprogramms - zwei Schülerinnen aus dem BSBZ im Biberacher JuPa

Hannah Held und Luise Schmieg

Erstmals seit Gründung des Biberacher Jugendparlaments sind gleich zwei Schülerinnen des Bischof-Sproll-Bildungszentrums in der Jugendvertretung im Biberacher Gemeinderat dabei. Dass mit Luise Schmieg und Hannah Held dann auch die beiden Stimmenköniginnen mit mehr als 1500 Stimmen ins JuPa einziehen, ist doppelt erfreulich. Dabei erhielten die beiden Mädchen aus dem Gymnasien am BSBZ, die die Klassen 10 (Hannah) und 11 (Luise) besuchen, nicht nur aus dem eigenen Bildungszentrum vielfältige Zustimmung. Das Bischof-Sproll-Bildungszentrum lag bei der Wahl im Novembermit einer Wahlbeteiligung von 96,65 % übrigens knapp vor dem Pestalozzi-Gymnasium, der Karl-Arnold-Schule, dem Wieland-Gymnasium und der Mali-Gemeinschaftsschule, die eine jeweils deutlich über der 80-%-Marke liegenden Wahlbeteiligung aufweisen können. Jetzt freuen sich die frisch Gewählten erst einmal über ihren Erfolg. „Ohne Wahlwerbung“, so versicherten Luise und Hannah, seien sie auf die hohe Stimmenzahl gekommen. Beworben haben sie sich aus unterschiedlichen Motiven. Hannah Held hat sich „ganz spontan am Abend vor Ende der Bewerbungsfrist“ für eine Kandidatur entschieden, nachdem sie noch in der ersten Bewerbungsfrist erfahren hatte, dass noch Kandidaten fehlten. Luise Schmieg hat dagegen mit einigen, die schon im letzten JuPa dabei waren, gesprochen. Dabei fand sie es „ganz cool“, was ihre Freunde erzählten, hat selbst auch schon mal an Aktion vom JuPa mitgemacht und sich dann innerhalb des zweiten Aufrufs, auch auf Anfrage ihrer Freunde, zur Kandidatur entschlossen. „Von alleine“, so Luise, „hätte ich eine Kandidatur gar nicht auf dem Schirm gehabt“. Auf die Frage nach ihren Vorstellungen für die Mitarbeit im JuPa werden die beiden konkret. „Wir wissen zwar noch gar nicht, was überhaupt realisierbar ist“, so Luise, die dann aber ihr Interesse an einer „Weiterentwicklung des Biberacher Austauschprogramms, auch über den Austausch mit Valence hinaus“, als möglichen Ansatzpunkt ihrer zukünftigen Arbeit nennt. Ansonsten kann sie sich vorstellen, dass es mehr Angebote für Jugendliche in Biberach geben sollte, die, so Luise, „aber wohl mehr von privater Seite ausgehen müssten“. Das Schützenfest, so sind sich die beiden lächelnd einig, „ist natürlich klasse, da gibt es nichts drüber“. Hannah kann sich den Ausbau „schöner Plätze in Biberach, die zum Verweilen einladen“, als einen ihrer Impulse für das Gremium vorstellen. Neben dem Wieland-Park sieht sie in dieser Hinsicht noch weiteren Bedarf, selbst wenn sie überzeugt ist, dass „Biberach ein schöner Ort zum Aufwachsen ist, wo man sich kennt, ein Ort, der nicht zu groß und nicht zu klein ist“. Überhaupt beurteilen beide Biberach als eine Stadt, „die für Jugendliche schon ganz gut aufgestellt ist“ und nennen das Kino, die Jugendkunstschule, die Musikschule und selbstverständlich auch das Jugendhaus. Dann aber kommt doch noch eine kleine Einschränkung. „Das Jugendhaus trifft noch nicht ganz das, was viele eigentlich brauchen. Es sollte noch etwas freier sein, das wäre toll, selbst wenn es insgesamt schon ziemlich gut ist“, so die beiden. Schließlich verwies Hannah noch darauf, dass es so etwas wie eine „Info-Plattform geben sollte, wo Veranstaltungen und Möglichkeiten für Jugendliche insgesamt aufgeführt sind“. Jetzt aber sich sie erst einmal auf die konstituierende Sitzung des neu gewählten Jugendparlaments am 14. Dezember gespannt. Dann wird man sehen, ob sie ihre Ideen in den zwei Jahren Amtszeit des JuPa einbringen und damit Biberach für Jugendliche noch interessanter gestalten können. Dies, so sind sich beidn geradezu „staatsfraulich“ bewusst, kann „selbstverständlich nur in Kooperation mit den Großen aus dem Biberacher Gemeinderat und der Biberacher Verwaltung“ erfolgen. Auch auf diese Begenungen freuen sie sich.
Text und Foto: Günter Brutscher