Nachrichten und Berichte , 26.02.2019

Medienagenten schulen junge Mediennutzer mit Spaßfaktor

Beim Wort „Maus“ denkt man mittlerweile längst nicht mehr nur an ein kleines, vielfach graues Säugetier, sondern vermutlich viel häufiger an das Gerät, das hilft, einen Cursor an einen Platz auf dem Desktop zu setzen. Dass MAUS groß geschrieben noch etwas ganz anderes bedeuten kann, wissen mittlerweile viele Schülerinnen und Schüler im Biberacher Raum. MAUS ist nämlich die Abkürzung für MedienAgenten für UnterstufenSchüler. Dass dieser Begriff sogar ein Akronym, näherhin gar ein Apronym bedeutet, sei hier nur am Rande erwähnt (die Erklärung für die Fremdwörter gibt es im Internet). Beim MAUS-Projekt mit den MAUS-Agenten geht es darum, dass ältere Schüler aus den Klassenstufen acht bis zehn jüngere Schüler der Klassenstufen fünf und sechs im Umgang mit Medien schulen, stärken und diese sensibilisieren. Medienkompetenz sollen so die Acht- bis Zehntklässler ohne Lehrerbegleitung den Fünft- und Sechstklässlern vermitteln. Da geht es um den rechten Umgang mit Smartphones, um Urheber- und Persönlichkeitsrechte, um soziale Netzwerke wie WhatsApp oder Facebook oder auch darum wie man sich im Internet selbst darstellt, welche Gefahren bei Downloads bestehen oder dass man sich nicht auf Cybermobbing einlässt. Die Medienagenten werden in einer zweitägigen Ausbildung für ihre Aufgabe durch Medienexperten, auch von der Polizei und der Kreismedienzentrum, fit gemacht. Später dann coachen diese Medienagenten die Fünft- und Sechstklässler durch ein eigenes Konzept und ohne die Anwesenheit eines Lehrers. Schüler lehren Schüler, so das Motto, dieses Projekts. Dass dabei einiges für die jungen Leute deutlich wird, zeigt sich an den Rückmeldungen, hier auszugsweise aus der 6b des Gymnasiums am BSBZ. „Man wird echt vorsichtiger mit dem, was man schreibt“, so Tim. Malte wird zukünftig bei der Weitergabe von Daten, etwa beim Download von Spielen höchst vorsichtig sein, Melinda sagt, dass sie jetzt viel besser wisse, was sie anderen schreiben oder sagen darf, ohne dass es verletzend wirkt. Bei all dem, so Simon, „war der MAUS-Tag mit den vielen Scherzen auch ein lustiger Tag und hat viel Spaß gemacht“. Eine Auswertung auf einer Skala von 1 (war überflüssig) bis 5 (phantastisch) ergab, dass 4 Schüler das Programm als ganz gut (3) bewertet haben, 13 fanden den Tag klasse (4), und 7 gar phantastisch (5).
Text und Fotos: Günter Brutscher