Nachrichten und Berichte , 21.03.2019

Ausstellung zum Projekt Weltethos von Schülerinnen für Schüler eröffnet

Bis zu den Osterferien gibt es im Eingangsbereich des Gymnasiums am Bischof-Sproll-Bildungszentrums noch die Ausstellung zum „Projekt Weltethos“ zu sehen. Dieses Projekt, das die gemeinsamen ethischen Überzeugungen in allen Religionen und Philosophien der Welt untersuchte, wurde 1990 von Professor Dr. Hans Küng ins Leben gerufen. Einen Tag nachdem die Hausmeister die insgesamt 15teilige Ausstellung im Eingangsbereich des Gymnasiums am BSBZ aufgehängt hatten, erläuterten Leonie Zeh und Sarah Epple aus der Jahrgangsstufe 1 das Konzept der Ausstellung und die Grundgedanken und Anliegen der Weltethos-Thematik. Mit großem Engagement brachten die zwei Schülerinnen den interessierten Schülern der zehnten Klassen und der Kursstufe nahe, dass das Prinzip der Menschlichkeit, nach dem es nicht nur um die Rechte, die man als Mensch hat, sondern auch um die Verantwortung und die Pflichten, die man trägt, geht, und die „Goldene Regel“ in allen religiösen und philosophischen Traditionen der Erde fest verankert sind. Konkret sind es dann die ethischen Prinzipien der Gewaltlosigkeit, der Gerechtigkeit, der Wahrhaftigkeit und der verantwortlichen Partnerschaft, die die Religion vereinen und nicht trennen. Schließlich machten sich die Referentinnen, die in ihrem Religionsunterricht und im Philosophisch-Theologischen Forum sich mit der Weltethos-Thematik auseinandergesetzt hatten, die Überzeugung zu eigen, dass es auf unserem Globus ohne dieses gemeinsame Weltethos kein Überleben geben könne. Die Ausstellung selbst, so die zwei Schülerinnen, besteht aus zwei Teilen. Zum einen werden die neun großen Weltreligionen auf entsprechenden Tafeln vorgestellt. Im zweiten Teil der Ausstellung werden dann die Konkretionen in Bezug auf das Weltethos vorgestellt. Abschließend zogen Leonie und Sarah das Fazit, dass die Weltreligionen trotz mehrere Verschiedenheiten letztlich doch gemeinsame Wert und ethische Maßstäbe teilen.
Text und Fotos: Günter Brutscher