Licht aus, Film ab - doch dieses Mal blieb es nicht nur beim Zuschauen. Ein Kinobesuch der etwas anderen Art erwartete uns bei unserem Filmworkshop. Dabei erhielten wir nicht nur die Möglichkeit, zwei Filme anzusehen, sondern lernten auch mehr über die Entstehung von Drehbüchern, verschiedene filmische Gestaltungsmittel und deren Wirkung sowie typische Mittel, die in Filmen zum Einsatz kommen.

Im Kino angekommen, wurden wir freundlich begrüßt und erhielten zunächst eine kleine Einführung in das Thema Film. Schon nach kurzer Zeit wurde uns bewusst, wie viel wir durch das tägliche Schauen von Filmen und Serien bereits über Filme wissen. Schnell stellten wir außerdem fest, dass sich bei vielen von uns schon bestimmte Klischees über Horror- oder Actionfilme im Kopf festgesetzt hatten.

Auf dem Programm stand nun der Film „22 Bahnen“, der uns alle emotional mitriss und bei dem ein oder anderen sogar fast die Tränen in die Augen trieb. Während des Films achteten wir jedoch nicht nur auf die Handlung, sondern auch auf die filmische Gestaltung. Wir beobachteten wie Farben, Kostüme, Kamera, Ton und weitere Gestaltungsmittel eingesetzt wurden und welche Wirkung sie auf uns als Zuschauer hatten.
Anschließend konnten wir uns gemeinsam mit unseren Mitschülern über den Film austauschen und dabei eine bereitgestellte Butterbrezel genießen. Um auch die kleinsten Details entdecken zu können trafen wir uns danach noch einmal im Kinosaal. Unser Filmexperte machte uns dabei auf verschiedene Aspekte aufmerksam, die uns beim ersten Anschauen vielleicht noch entgangen waren.

Nach einer kleinen Mittagspause wurden wir im Kino mit Popcorn, Nachos und einem kühlen Getränk empfangen, um unseren nächsten Film noch mehr genießen zu können. „Der Bote“ gewann nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch einen Preis der Jugendjury bei den Biberacher Filmfestspielen.

Anschließend ging es für uns weiter zur Hochschule, wo wir den Film genauer analysieren konnten. Wir beschäftigten uns unter anderem mit der Regie, dem Drehbuch, der Inszenierung, der Darsteller und all den Dingen, die einen Film ausmachen. Dabei lernten wir, dass hinter einem Film wesentlich mehr steckt, als das was uns am Ende auf der großen Leinwand präsentiert wird.

Um uns den langen Tag noch ein wenig zu versüßen erhielten wir ein süßes Stückchen und eine kleine Pause.

Durch die vielen neuen Einblicke fühlten wir uns am Ende fast schon wie richtige Filmprofis. Gleichzeitig erhielten wir die Möglichkeit, an der Jugendjury der Biberacher Filmfestspielen teilzunehmen und bei den diesjährigen Filmfestpielen Filme selbst zu bewerten und mit Preisen auszuzeichnen.

So wurde aus einem gewöhnlichen Kinobesuch eine spannende und abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit der Gestaltung und Wirkung von Filmen.
Mit einer Teilnehmerurkunde, viel neuem Wissen und einem Lächeln auf dem Gesicht machten wir uns schließlich auf den Weg nach Hause.

(Kim Schuster J2)

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